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Gott und die Welt

Herbstanfang

Der Wochenspruch für die Zeit des kalendarischen Herbstanfangs lautet:

„Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und das unvergängliche Leben ans Licht gebracht.“ (2. Timotheus 1,1b).

Ich finde, das ist doch ein schöner Vers für eine Jahreszeit, die auch an Vergehen und Sterben erinnert. Wie aber gehe ich nun damit um? Die Tage werden kürzer und künstliches Licht notwendig. Wenn ich mich dabei nur auf dieses und die Medien wie Fernsehen und Internet verlasse, versuche ich vor dem zu fliehen, was offensichtlich ist: Die Erinnerung an das eigene Lebensende.

2015 war das Kirchentagsmotto in Stuttgart: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Psalm 90,12). Ein mutiges Motto, meiner Meinung nach. Aber es war ein Kirchentag mit viel Sonne, Musik, Lachen, Gemeinschaft und Vielseitigkeit. All das ist ein Ausdruck von Leben. Es liegt ein Geheimnis darin, dass ich, wenn ich mir der Vergänglichkeit bewusst werde, umso intensiver lebe. Darum liebe ich den Herbst.

Dazu haben wir in Jesus Christus ein Versprechen bekommen: Ich darf leben, auch im Sterben, denn das Leben endet nicht mit dem Tod. „ER hat das unvergängliche Leben ans Licht gebracht und damit dem Tod die Macht genommen.“ Mit diesem glaubenden Wissen bin ich nicht vom künstlichen Licht abhängig. Ich muss nicht weglaufen, ich darf mich meinen Ängsten stellen und erkennen: In Seinem Licht sehen wir das Licht des wahren, des echten Lebens, das uns der Heilige Geist schenken möchte.

Dieses Licht scheint stetig, egal in welcher Jahres- oder Lebenszeit ich mich befinde und lässt mich glauben, hoffen und lieben, jetzt und in Ewigkeit. Amen

Ihre Bärbel Reimers-Schweda

Bärbel Reimers-Schweda,

Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt, Kirchenmusikerin

baerbel-reimers@web.de