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Gott und die Welt

Liebe

Im Rheinland, aber nicht nur dort, wird Fasnacht/Karneval ausgiebig gefeiert. Menschen sind meist unbeschwert und ausgelassen, schlüpfen für kurze Zeit in andere Rollen, nehmen Wichtiges und Unwichtiges aufs Korn, sagen, oftmals humorvoll, die Wahrheit und verwandeln die eher niederschmetternden Zustände dieser Welt, für eine kurze Zeit, in eine Wunschwelt des Friedens, guter Atmosphäre, eines aufbauenden Miteinanders und des Lachens. Das ist überaus wichtig, dass neben allem Belastenden auch befreiende Kräfte und Entlastungen gepflegt werden. So stellt diese Zeit die Wirklichkeit auf den Kopf und gönnt sich eine Zeit des Durchschnaufen, der Unbeschwertheit und des Humors.

Daher fragt uns diese Zeit an, ob wir auch einmal 5 gerade sein lassen.

 

Der Aschermittwoch stellt dann die Zäsur in eine andere Zeit, eine andere Konzentration dar. Die ungeschminkte Realität greift um sich und will ebenso gemeistert werden, wie die Zeit der Unbeschwertheit. Der Aschermittwoch ist das Eingangstor in die Zeit der Besinnung, in die Zeit der Suche dessen, was wirklich wichtig ist. Das ist aber nur zu haben, wenn ich bei mir selbst beginne und bereit bin für die Umkehr Konsequenzen zu tragen.

Wo gebe ich dem Leben nicht genügend Raum?

 

In diese Zeit fällt der Gedenktag des Heiligen Valentin, das Patrons der Zärtlichkeit, am 14. Februar. Sein Gedenktag fällt in diesem Jahr auf den Aschermittwoch und wird deshalb nicht erwähnt. Liebe und Zärtlichkeit sind aus unserem Leben jedoch nicht wegzudenken. Diese Kräfte gestalten vielfach Leben, geben ihm Wert und Würde, lassen den Respekt und die Achtung füreinander wachsen und sind überaus wichtige Lebenselixiere.

Deshalb ist der Gedenktag des Heiligen Valentin wegweisend. Er, der als Bischof im 3. Jahrhundert in Terni, Italien, gelebt und gewirkt hat, macht deutlich, dass es immer wieder notwendig ist, sich an unsere Grundlagen zu erinnern und sie zu pflegen: Liebe und Zärtlichkeit. Ohne sie kein Leben!

Deshalb wollen wir der Liebe und Zärtlichkeit Raum geben und uns an dieses gegenseitige Geschenk erinnern. Darum laden wir herzlich ein zu einer Segensfeier für Liebende, in die Kirche Hl. Geist, Farmsen, am 17. Februar um 18 Uhr.

 

Rüdiger Kiefer, Pfarrer der  Pfarrei Seliger Johannes Prassek

r.kiefer@johannes-prassek.de

Tel.: 334 65 45 00