Gedanken zur Jahreslosung 2026
Ein Neuanfang klingt nach Hoffnung, kann aber auch erst einmal schmerzhaft sein. Wenn das Vertraute zerbricht, in einer Beziehung, im Arbeitsleben, wenn Lebenspläne über den Haufen geworfen werden, bleibt zuerst oft Leere. Und hier spricht Gott: „Siehe, ich mache alles neu!“ Er kann es nicht ungeschehen machen, aber verwandeln. Aus Bruchstellen kann Neues erwachsen, eine neue Liebe, neue berufliche Perspektiven.
Gerade in dieser Zeit erleben wir Zerreißproben, Misstrauen und Spaltung. Der Ton wird rauer. Demokratie, Zusammenhalt, Vertrauen stehen auf dem Prüfstand, jeden Tag. Gerade hier brauchen wir Gottes Zusage. Er schafft Neues, wo wir momentan nur Trümmer sehen. Die Losung lädt uns ein mitzugehen, sowohl im persönlichen, als auch im gesellschaftlichen Leben. Wagen wir Versöhnung, auch wo es nicht möglich scheint! Hören wir mehr zu und richten auf! Gott erneuert nicht ohne uns, sondern durch uns und mit uns. Wer sich auf das Neue einlässt, entdeckt, dass Hoffnung kein Traum sein muss.
Regina Wysocki
Der Seher Johannes schreibt: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen. [...] Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen [...] und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu (...) Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Off 21, 1-6)